Geschichte

Im Jahre 2009 feiert die Freiwillige Feuerwehr Massenhausen bereits ihr 140. Gründungsjubiläum. Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Massenhausen am 10, Mai 1869 als vierte Feuerwehr im Landkreis Freising.

Damals, wie heute, hatten die Gemeinden den Brandschutz sicherzustellen. Nach der Distriktsfeuerlöschordnung waren über alle Feuerwehrpflichtigen der Gemeinden Grundlisten anzulegen und im Laufe des Monats Januar jeden Jahres dem „Königlichen Bezirksamt“ vorzulegen.

Die älteste noch erhaltene Massenhauser Grundliste stammt aus dem Jahr 1902. Der Schriftführer, Lehrer Albert Geiger, hatte sie mit Feder und Tusche in „alter gestochener“ Schrift feinsäuberlich geführt.

Zur Freiwilligen Feuerwehr Massenhausen – die damals bereits ein Feuerwehrverein war – gehörten neben 50 aktiven Mitgliedern auch passive und Ehrenmitglieder. Für die passiven und Ehrenmitglieder war ein Vereinsvorstand zuständig, für die aktiven Wehrmänner der Kommandant. Weitere Dienstgrade waren: Adjutant, Schriftführer, Kassierer, Zeugwart, Standartist, Hornist und Sanitätsmann, sowie drei Zugführer, die den Zügen mit Steiger, Spritzenmänner und Ordnungsmänner vorstanden.

Bereits zum 25jährigen Jubiläum feierte man am 30. August 1894 ein großes Gründungsfest. Am Festzug nahmen 26 Feuerwehren aus dem Landkreis Freising, aber auch aus dem Münchener Norden und dem Dachauer Gebiet teil. Viele der eingeladenen Feuerwehren hatten damals noch keine Standarte.

Durch die Wirren der beiden Weltkriege gingen leider sehr viele Unterlagen, Dienstbücher und Mitgliederlisten verloren, bzw. wurden vernichtet. So sind die Zeiträume in denen die einzelnen Kommandanten ihren Dienst versahen, nicht mehr bekannt. Nur die Reihenfolge kann bis zum Jahre 1900 zurück verfolgt werden:

Gregor Sebald, Toni Lechner, Martin Treffler senior, Franz Radlmeier, Josef Dill, Josef Mayer, Martin Treffler, Karl-Georg Hepting, Günter Faht, Andreas Radlmeier

Um die Jahrhundertwende baute man am Kastanienberg, gegenüber dem Kindergarten, ein kleines Feuerwehrgerätehaus und brachte dort auch die Handpumpe unter. Die erste motorgetriebene Tragkraftspritze (TS 8/8), die auch während der Luftangriffe in München eingesetzt wurde, erhielt die Feuerwehr in den Kriegsjahren 1942 vom Luftschutz.
Am 29.3.1965 wurde bei Bachert in Kochendorf ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 –TS für 27000,– DM gekauft. Da für dieses Fahrzeug der Platz im Gerätehaus am Kastanienberg nicht ausreichte, wurde am Ortsrand, in der Nähe des neuen Friedhofs 1970 ein neues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Standortwahl, Planung und Bau wurden von der Gemeinde, ohne Einbindung der Feuerwehraktiven durchgeführt.
1987 wurde der Bachert-Mercedes durch ein Löschfahrzeug mit Metzaufbau 43/1 ersetzt. Wieder wurde die Fahrzeughalle zu klein – so dass man im Februar 2000 direkt neben dem alten Standort mit dem Bau eines neuen, zweckgerechten und zukunftssicheren Feuerwehrhauses begann. Dieses Mal wurde der Feuerwehr bei Planung und Ausführung ein Mitspracherecht eingeräumt, so dass am 23. Juni 2002 mit viel Eigenleistung und Enthusiasmus für 500000 DM ein schönes Feuerwehrhaus eingeweiht wurde.
Motiviert durch das Geschaffte kaufte der Feuerwehrverein im Jahr 2006 aus Eigenmitteln ein Mehrzweckfahrzeug 11/1, das eine ideale Ergänzung zum Einsatzfahrzeug darstellt.

Das nächste große Ereignis, das 140jährige Gründungsjubiläum wird am 22. Mai 2009 mit einem geselligen Abend unter dem Motto „Boarisch glöscht und glacht“ und am 24. Mai 2009 mit dem Festgottesdienst und einem Dorfumzug gefeiert.

Die Freiwillige Feuerwehr Massenhausen hat aktuell 40 aktive Mitglieder. Daneben unterstützen ehrenamtliche Mitglieder und 52 Vereinsmitglieder die Belange der Feuerwehr Massenhausen.

Massenhausen, den 15. März 2009